Außerdem sind die Sprachanforderungen in Osteuropa nicht so hoch. Nach einer aktuellen Erhebung des Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) sind inzwischen 57 Prozent der ukrainischen Geflüchteten im erwerbsfähigen Alter (20–64 Jahre) in Europa beschäftigt – einschließlich Selbstständigkeit und informeller Arbeit. Besonders hoch ist die Erwerbsquote in Ländern nahe der Ukraine wie Estland (72 Prozent), Polen (68 Prozent) oder Tschechien (66 Prozent), während westeuropäische Staaten deutlich darunter liegen. In Deutschland arbeiten demnach nur rund 39 Prozent der ukrainischen Geflüchteten – ähnlich niedrige Werte verzeichnen Dänemark und Finnland, noch geringer ist die Quote in der Schweiz mit 29 Prozent. Ein großer Unterschied zu den östlichen Ländern: In Deutschland und der Schweiz gibt es viele Beschränkungen und hohe Zugangshürden, etwa bei der Anerkennung von Ausbildungen und Abschlüssen.
Source: Der Tagesspiegel February 08, 2026 17:21 UTC