Inzwischen ist er, zusammen mit weiteren Fundstätten, die in den vergangenen Jahren entdeckt und erforscht wurden, zum Leitbegriff für eine ganze Epoche der Kulturgeschichte geworden: Göbekli Tepe. Das Erste, was man sieht, wenn man die Ausstellung „Gebaute Gemeinschaft“ auf der Berliner Museumsinsel betritt, sind Säulen. Seit 1994 haben die Archäologen nun vier von T-Stelen gestützte Rundgebäude mit bis zu dreißig Meter Durchmesser in Göbekli Tepe freigelegt, sechzehn weitere werden noch unter der Erde des Hügels vermutet. Oder eine andere, kleinere Männerstatue aus Göbekli Tepe, die fast nur aus Kopf und erigiertem Phallus besteht. Der Stolz der Jäger: Pfeilspitzen aus Göbekli Tepe Şanlıurfa Museum, Yusuf AslanDiesen zivilisatorischen Prozess, der sich über mindestens zweieinhalb Jahrtausende hinzog, kann man in einer Ausstellung kaum annähernd zeigen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 06, 2026 06:16 UTC