Einen Hang zur Nostalgie hätten vor allem die italienischen (77 Prozent), am wenigsten die polnischen Befragten (59 Prozent). Allerdings glaubten selbst 52 Prozent der jüngeren Europäer, früher sei die Gesellschaft besser und übersichtlicher gewesen. Über alle Altersgruppen hinweg sehen Frauen (47 Prozent) die Vergangenheit seltener durch eine rosa Brille als Männer (53 Prozent). Eine altersmilde Betrachtung der eigenen Vergangenheit sei vor allem menschlich, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Aart De Geus. „Doch wenn Parteien Ängste und Unsicherheiten für ihre Wahlerfolge ausnutzen, um eine nie dagewesene goldene Vergangenheit zu beschwören, ist das fahrlässig.“ (epd)
Source: Der Tagesspiegel November 05, 2018 10:07 UTC