Von 1993 bis 2018 leitete er die Gedenkstätte Sachsenhausen. Er konnte nicht mehr schweigen zu dem umstrittenen Beschluss des Stadtparlaments, eine Straße im neuen Wohngebiet Aderluch nach Gisela Gneist zu benennen. Sie verehrte außerdem den Arzt Hans Heinze, der wie sie selbst nach dem Zweiten Weltkrieg im sowjetischen Speziallager Sachsenhausen interniert war und dort kranke Mithäftlinge pflegte. Dezember einen Brief an Oranienburgs Bürgermeister Laesicke, in dem er diesen und die Stadtverordneten bittet, den »Beschluss zur Benennung einer Straße nach Gisela Gneist nicht zu widerrufen«. Aufgrund wissenschaftlicher Untersuchungen wisse man aber, dass nur relativ wenige Häftlinge im Speziallager Sachsenhausen interniert waren, die vor 1933 oder nach 1945 formell ein SPD-Parteibuch besaßen.
Source: Neues Deutschland January 09, 2022 23:52 UTC