Teures Nachspiel: Insgesamt mehr als 20 Mio Euro muss der umstrittene Schweizer Sport-Vermarkter Infront für den DFB-Sekundenklau-Skandal aufbringen, sagt CEO Philippe Blatter im "FAZ"-Interview. Dazu würden "sehr hohe weitere Kosten für interne und externe Untersuchungen sowie Kosten im Zusammenhang mit den diversen Straf- und Zivilverfahren" kommen. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", beteuert Blatter und betont, dass "die Kreativität und kriminelle Energie" des Ex-Mitarbeiters "recht groß" gewesen sei. Ein nachhaltiger Image-Schaden sei Infront nicht entstanden, man arbeite auch weiterhin mit "den meisten Unternehmen", die Opfer des Sekundenklaus gewesen sind, zusammen. Blatter glaubt nicht, dass der Sport überdurchschnittlich stark von Wirtschaftskriminalität betroffen ist: "Es gibt in jeder Branche Leute, die sich nicht an die Regeln halten, so eben auch im Sport."
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung January 09, 2022 23:45 UTC