Detlev Konner/thimago Die jugendliche Subkultur in der späten DDR war weithin antikommunistisch: Ostberliner Skinhead posiert in seiner Wohnung (12.8.1990)In diesen Tagen erscheint Ihr Buch »Staatsfeinde«, das sich mit »rechten Subkulturen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren« beschäftigt. Meist waren das zunächst aufmüpfige Jugendliche, die sich aus einer Haltung der Provokation heraus zu den damals angesagten rechten Subkulturen der Hooligans und Skinheads hingezogen fühlten. Wie sind die Behörden in der DDR gegen diese rechten Subkulturen vorgegangen? In großen Teilen der Wissenschaft und der Öffentlichkeit hält sich immer noch die Behauptung, in der DDR wäre nicht hart genug gegen rechte Bewegungen vorgegangen worden. Die »Rebellen« in der DDR erlebten auch keinen »Marsch durch die Institutionen«, nur einen durch die Gefängnisse.
Source: Die Welt January 15, 2026 18:53 UTC