Der Tag, an dem die Verschwörungstheoretikerin selbst Opfer der Verschwörungstheoretiker wurde, war eigentlich als Tag ihres größten Triumphs geplant. Tamara K. war zur Corona-Demo nach Berlin gereist, weil sie glaubte, die Zukunft des Landes werde sich an diesem Tag entscheiden. K., eine dunkelblonde Frau mit Dreadlocks, 44 Jahre alt, Heilpraktikerin aus der Eifel und Mutter von vier Kindern, hatte sehr konkrete Erwartungen: den Sturz der deutschen Regierung, das Ende einer Weltverschwörung, zerschlagen durch den US-Präsidenten Donald Trump höchstpersönlich. Es sei ihre Aufgabe, so glaubte sie, Trump zu helfen. Wochen später sagt sie: „Mein Leben ist zerstört.“
Source: Die Welt October 24, 2020 14:37 UTC