Im Prozess um den mutmaßlich aus Deutschland entführten vietnamesischen Geschäftsmann Trinh Xian Thanh sieht die Staatsanwaltschaft von der Forderung der Todesstrafe ab. Die Staatsanwälte forderten eine lebenslange Haftstrafe wegen Untreue sowie 13 bis 14 Jahre Haft wegen Missmanagements für den 52-jährigen ehemaligen kommunistischen Funktionär, berichteten staatliche Medien. Ausländischen Medien verweigerten die vietnamesischen Behörden den Zutritt zum Gericht. Thanh war im vergangenen Sommer unter rätselhaften Umständen aus Berlin verschwunden, wo er sich um Asyl bemüht hatte. Diese Korruptionsvorwürfe hatte Thanh vor Gericht zurückgewiesen.
Source: Der Tagesspiegel January 11, 2018 11:55 UTC