Mit einer Hommage an den brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva beim Karneval in Rio de Janeiro hat eine Sambaschule eine Debatte über vorgezogene Wahlwerbung im Wahljahr ausgelöst. Die Parade war Teil des ersten Abends der Umzüge der Eliteklasse im Sambodrom, bei dem glitzernde Kostüme, donnernde Trommeln und spektakuläre Festwagen zehntausende Zuschauer mitrissen. Oppositionsparteien versuchten, den Umzug wegen des Vorwurfs vorgezogener Wahlwerbung mit juristischen Mitteln zu stoppen, scheiterten jedoch vor dem Obersten Wahlgericht. Dieses warnte dennoch, der Karneval dürfe kein Raum für unzulässige Wahlpropaganda sein. Nach brasilianischem Recht darf für einen Kandidaten erst nach offizieller Registrierung der Kandidatur geworben werden.
Source: Junge Welt February 16, 2026 18:35 UTC