Sie gehören mit einem Anteil von weltweit mehr als 25 Prozent (in Deutschland etwa 50 Prozent) zu den am meisten eingesetzten Insektiziden. Sie sind Nervengifte und wirken über einen Rezeptor im Gehirn der Insekten und anderer Nicht-Wirbeltiere. Um die Wirkung der Neonicotinoide auf bestäubende Insekten besser zu verstehen und schädliche Langzeiteffekte zu identifizieren, habe ich meine Forschungsarbeit in den vergangenen Jahren der Frage gewidmet, wie Neonicotinoide speziell auf Honigbienen wirken. Thiacloprid ist zurzeit der Wirkstoff in etwa 50 Prozent der landwirtschaftlich eingesetzten Insektizide und wird vom Hersteller als ungefährlich für Honigbienen bezeichnet. Bestäubende Insekten nehmen sie über den oft stark belasteten Blütennektar und Pollen auf.
Source: Der Tagesspiegel May 22, 2019 14:32 UTC