Aber genau dahin möchte die Mittvierzigerin Dana in dem rumänischen Forumsbeitrag „Monsters.“ nicht. Also bleibt sie im Taxi, diesem in mehrerlei Hinsicht transitorischen Ort, der Fremde ganz plötzlich in räumliche, oft exklusive Nähe bringt. Dana und der Taxifahrer reden, rauchen, schweigen und versuchen, die Wirklichkeit des nächtlichen Bukarest so weit wie möglich zu ignorieren. „Monsters.“ ist zugleich Kammerspiel und Gesellschaftsportrait, denn die Beziehung von Dana und Arthur zerbricht auch an den strikten Rollenerwartungen der Umwelt. Und doch scheinen die inneren Widersprüche einen Grauschleier über das Geschehen zu legen, der sich erst bei genauem Hinsehen erschließt.
Source: Der Tagesspiegel February 09, 2019 18:56 UTC