Mit Xi Jinping, der im März 2013 die Führung von Hu Jintao übernahm, begann sich das Rad rückwärts zu drehen. Auf den Finanzmärkten geht die Furcht vor einem Platzen der chinesischen Immobilienpreis- und Kreditblase um. Auf wirtschaftlichem Gebiet könnte die durch die Machtkonzentration hervorgerufene Rechtsunsicherheit die unternehmerische Initiative der Wirtschaftsakteure lähmen. Dort werden viele Ämter in der Partei neu besetzt und Xi könnte seine Machtstellung dazu benutzen, die Korruption unter den Parteikadern endgültig auszumerzen. Dann wäre für ihn der Weg frei, um zu dem weicheren Kurs seiner Vorgänger zurückzukehren.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung November 05, 2016 15:11 UTC