Der an Wendungen reiche Dauerstreit um den Bau der Ostseegasleitung Nord Stream 2 ist um eine Facette reicher. Mit einem Formelkompromiss in letzter Sekunde haben Frankreich und Deutschland am Freitag den offenen Konflikt um die Pipeline beigelegt. Ende des Jahres soll das erste Gas durch die von Gasprom vorangetriebene Leitung fließen, an der auch der französische Energiekonzern Engie und vier weitere Unternehmen aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden beteiligt sind. Zuerst wollte sie EU-Recht extraterritorial anwenden, um den Bau der Röhren zu verhindern. Nun scheint der dritte Anlauf vorerst gescheitert, mit dem sie nicht mehr den Bau, sondern den Betrieb der Importleitungen regulieren wollte.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 09, 2019 08:06 UTC