BerlinDer Spitzenökonom Jeromin Zettelmeyer geht mit der industriepolitischen Strategie von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hart ins Gericht. Zettelmeyer lehnt staatliche Eingriffe in die Wirtschaft nicht grundsätzlich ab, doch Altmaiers Vorschläge gehen ihm erheblich zu weit: „Wir müssen den Wettbewerb erhalten, der Staat darf keine Gewinner auswählen“, mahnt er. Nicht einmal gegen einen defensiven ökonomischen Nationalismus, der sich gegen extremen Nationalismus anderer Mächte wendet. Der Wirtschaftsminister möchte sich zudem für europäische Champions einsetzen. Ökonomen sprechen von horizontaler Industriepolitik, die bessere Bedingungen für alle Unternehmen schafft, ohne sich zu überlegen, wo das Wachstum stattfinden soll.
Source: Handelsblatt February 09, 2019 12:56 UTC