ISLA MAGDALENA, 52º 55’ SDie Magellan-Straße war den Magellan-Pinguinen schon lange vor Magellan bekannt. Und sie benutzen sie bis heute, um vom Atlantik oder Pazifik zu ihren Brutplätzen auf der Isla Magdalena zu gelangen, einem baumlosen, windzerzausten, heillos überbevölkerten Eiland im tiefsten Süden Chiles. Eine Stunde gibt man uns in der Welt der Pinguine, die Magellans Chronist Antonio Pigafetta für Wildgänse hielt, mehr Zeit als genug, um sie für immer ins Herz zu schließen. Auch Sägemehl kauten die Seeleute, um nicht Hungers zu sterben, und sogar Leder, das sie fünf Tage lang im Meerwasser einweichten und dann über Kohle rösteten. Am Ende waren sie so verzweifelt, dass sie die letzten Ratten an Bord für Delikatessen hielten und einen halben Dukaten pro Nagetier boten.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 09, 2019 12:40 UTC