Donald Trump scheut sich nicht, Wasser auf die rhetorischen Mühlen des iranischen Regimes zu gießen. Doch das wird in der Bevölkerung nicht verfangen, nachdem wohl Hunderte Demonstranten getötet oder schwer verletzt worden sind. Ein amerikanischer Militärschlag führte jetzt genauso wenig zum Schulterschluss der Unterjochten mit ihren Herrschern wie im Juni, als Trump iranische Atomanlagen bombardieren ließ. Auch in Iran lässt sich ein Regimewechsel, gar der Aufbau einer amerikafreundlichen Regierung, nicht über Nacht herbei bombardieren. Doch auch da muss Trump nicht zu sehr bangen: Iran ist in der amerikanischen Politik nicht irgendein fernes Land.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung January 11, 2026 19:13 UTC