Die Nominierungen für den Grimme- Preis 2018 können durchaus als Kritik an den TV-Sendern verstanden werden, zumindest für das Unterhaltungsfernsehen. Die für diesen Bereich zuständige Kommission habe keine steigende Qualität feststellen können, teilte das Grimme-Institut am Mittwoch mit. Dabei hat das Fernsehjahr 2017 einige durchaus beachtenswerte Produktionen hervorgebracht, wie die 70 Nominierungen aus insgesamt 900 Einreichungen für den Grimme-Preis 2018 zeigen. „Die Nominierung von insgesamt neun privaten Produktionen für den diesjährigen Grimme-Preis zeigt eine positive Tendenz bei der Programmqualität der Privaten – eine für das Fernsehen insgesamt wünschenswerte Entwicklung“, meint Grimme-Chefin Gerlach. Für journalistische Leistungen in der Kategorie Information & Kultur wurden Isabel Schayani und der Spiegel-TV-Reporter Claas Meyer-Heuer nominiert, ebenso wie die „Panorama“-Redaktion für die G20-Berichterstattung in Hamburg.
Source: Der Tagesspiegel January 17, 2018 12:45 UTC