„Mein Mann und ich werden als maximal unversöhnlich dargestellt, und ich gelte als Monster, das die armen Kinder von Vater und Großvater fernhält“, sagte Kohl-Richter. Das Verhältnis von Kohl und seinen Söhnen galt als zerrüttet, beide waren nicht bei der Beerdigung des Vaters. Kohl-Richter bestätigte, dass die Söhne und ihre Familien zu Kohls Lebzeiten eine Million Euro erhalten hätten, um Erbstreitigkeiten zu vermeiden. In dem Streit um die in Kohls Privathaus in Ludwigshafen-Oggersheim lagernden Akten des Altkanzlers sieht sich Maike Kohl-Richter dem Interview zufolge im Recht. Dem von 1982 bis 1998 amtierenden Bundeskanzler sei es wichtig gewesen, "dass der Nachlass zusammenbleibt und seriös zugänglich ist".
Source: Der Tagesspiegel January 17, 2018 12:33 UTC