Doch die jüngsten Vorkommnisse in Griechenland und Italien zeigen: Der Euro ist noch lange nicht sicher. Was war das für eine Freude in Brüssel, als Griechenland im August die letzte Überweisung aus dem Euro-Rettungsfonds bekam: Jetzt sei die Euro-Krise wirklich beendet, hieß es unisono. Währungskommissar Pierre Moscovici sprach öffentlich davon, einen „Schlussstrich“ unter die Euro-Krise zu ziehen. Jetzt aber hat Italien so wenig Spielraum, dass ein Defizit von 2,4 Prozent das Land schon einen großen Schritt Richtung Krise bringt. In der Euro-Krise heißt das: Wer Notleidenden Hilfe zukommen lässt, läuft immer gleichzeitig Gefahr, ausgenutzt zu werden.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 07, 2018 08:48 UTC