„Aber es hätte noch schlimmer kommen können.“ Denn statt über mehrere Monate verteilt hätte sich die Spannung in der Erdkruste viel plötzlicher entladen können. In Italien treffen die eurasische und die afrikanische Platte aufeinander. An dieser Bruchlinie klafft Italien auf. „Wenn man sich genau auf die Nahtstelle setzt, dann stellt man fest, dass sich der adriatische und der tyrrhenische Teil voneinander entfernen“, sagt Braun und stützt sich auf eine 14 Jahre andauernde Messreihe. Mithilfe von 478 solcher Stationen, die über ganz Italien verteilt die Signale von GPS-Navigationssatelliten empfingen, ermittelten Forscher der Universitäten Siena und Bologna die Bewegungen der verschiedenen Landesteile.
Source: Der Tagesspiegel April 07, 2017 00:33 UTC