Für Renaud Lavillenie wurde die Medaillen-Zeremonie bei den olympischen Spielen zu einem emotionalen Fiasko. Selbst Olympiasieger da Silva nahm schlichtend die Arme hoch, um zu signalisieren, dass das launische Heimpublikum gerade über die strenge schlägt. Daraufhin hatte Lavillenie das Publikum mit den Zuschauern in Nazi-Deutschland bei den Spielen 1936 verglichen. Als die Medaillen übergeben waren und die Nationalhymne für Gold-Gewinner da Silva einsetzte, liefen dem Franzosen eine Etage tiefer dicke Tränen die Wange herab. So enthusiastisch sie die eigenen Sportler anfeuern, so gnadenlos bekommen die Gegner ihrer Lieblinge die Abneigung des Publikums zu spüren.
Source: Die Welt August 17, 2016 01:28 UTC