Folgen:Die kleine Biotechfirma Amsilk aus Martinsried bei München glaubt trotzdem daran, mit Fasern und Fäden das ganz große Geschäft machen zu können. Amsilk liefert sie auch an die Kosmetikbranche, die ihre Produkte gerne „sanft wie Seide“ wirken lassen will, außerdem an Medizintechnikhersteller, die damit Implantate beschichten. Für alle Umweltfreunde – und das grüne Gewissen von Adidas – zählt noch ein anderer Aspekt: Für die Produktion der Fasern wird kein Rohöl gebraucht, das Material verrottet später auf dem Kompost. „Entscheidend ist die Spinnkapazität“, sagt Klein. „Wir schauen uns dafür auch stillgelegte Standorte in Deutschland und im europäischen Ausland an.“ Vielleicht kehrt so bald neues Leben in eine aufgegebene Textilfabrik ein.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung April 30, 2017 15:56 UTC