Die neue Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hat viel vor: Auf ihrer Agenda stehen die Digitalisierung der Schulen, die Grundfinanzierung der Unis und der Föderalismus, der oftmals wie ein Hemmschuh wirkt. Der Pool an Fachpolitikern mit Regierungserfahrung, aus dem die FDP für das Amt der Bundesbildungsministerin schöpfen konnte, war also ziemlich überschaubar. Die CDU-Frau fremdelte bis zuletzt mit ihrem Amt – bei Bettina Stark-Watzinger ist das mit Sicherheit nicht zu erwarten. Wenn Bettina Stark-Watzinger wahr macht, was die FDP im Wahlkampf gefordert hatte – nämlich eine neue, andere und bessere Zusammenarbeit von Bund und Ländern im Bildungssektor mit deutlich weniger föderaler Engstirnigkeit – dann kommen ausgesprochen spannende Zeiten auf uns zu. Und es könnte sogar sein, dass Bettina Stark-Watzinger und ihre NRW-Parteifreundin Yvonne Gebauer deswegen das eine oder andere Mal aneinandergeraten – für die Bildungspolitik in Deutschland wäre das nicht das schlechteste Zeichen.
Source: Neues Deutschland July 23, 2022 17:12 UTC