Sie war teuer für die Steuerzahler, brachte den Versicherten keinen Gewinn, schaufelte aber den Versicherern viel Geld in die Kassen. Statt die Lehren aus einem von Anfang an falschen Ansatz zur teilweisen Privatisierung der Altersvorsorge zu ziehen, fällt der aktuellen Bundesregierung nichts Besseres als eine Art »Riester 2.0«-Paket ein, das auf mehr Risiken für die Versicherten setzt. Bei dem nach dem früheren Bundesarbeitsminister Walter Riester benannten Konzept waren zumindest die eingezahlten Versichertenbeiträge zu hundert Prozent sicher. Das alles wird teuer für die Steuerzahler: Die Einbeziehung von Selbständigen in die Förderung wird etwa 370 Millionen Euro extra kosten, die Erhöhung der Fördersätze gegenüber Riester noch einmal 15 Millionen Euro. Die Versicherungswirtschaft hält von dieser Idee erwartungsgemäß gar nichts – schließlich möchte sie weiter den Rahm einer verpflichtend privaten Rentenversicherung abschöpfen.
Source: Junge Welt March 28, 2026 06:33 UTC