Mai ist es endlich so weit: Michael Diekmann (62), der frühere Chef der Allianz, zieht nach der vorgeschriebenen zweijährigen Karenzzeit in den Aufsichtsrat der größten europäischen Versicherung (Umsatz: 122 Mrd. Spekulationen gehen dahin, dass Diekmann nicht mit allem zufrieden sei, was der von ihm einst protegierte Oliver Bäte in den vergangenen zwei Jahren angestellt und heraufbeschworen habe. Kraft der emotionalen Updrifts, die die Kampfanzüge und Kommandotöne auslösten, sollen die Bäte-Boys lockerer, ja fast Start-up-mäßig auf die Kundschaft zugehen. Damit hat Knof den selbst ernannten Ober- und Hauptdigitalisierer Bäte überholt, was ihm nun freilich den Vorwurf des Alleingängers einträgt. Im Frühjahr verkündete Bäte im Jargon der digitalen Eigentlichkeit den „Launch“ seiner eigenen „Global Digital Factory“.
Source: Die Welt May 01, 2017 07:52 UTC