Wolfram Weimer verfolgte die Debatte, die von der Linkspartei beantragt worden war, um über den Skandal um den Deutschen Buchhandlungspreis zu sprechen, schweigend auf der Regierungsbank. Insoweit unterscheidet sich der Fall Weimer als politischer Vorgang markant vom Umgang der Ampel-Koalition mit der durch ähnlich unvorsichtiges Agieren gegenüber der Wissenschaft in die Klemme geratenen Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger. Wegen einer Äußerung desselben Wortlauts hat die Berliner Buchhandlung Weimer inzwischen zur Abgabe einer Unterlassungserklärung aufgefordert. Während Frömming und Roland Gläser dem Kulturstaatsminister uneingeschränktes Lob spendeten, sagte Wendorf, es seien „Zweifel angebracht“, wenn der „Verfassungsschutz als Orakel“ bemüht werde. „Wer so verfährt, schadet am Ende der eigenen Sache.“ Die „Verdachtslogik“ des BKM-Vorgehens kritisierte Wendorf in Übereinstimmung mit den Rednern von links.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung March 21, 2026 06:11 UTC