Nach der Wende dauerte es folglich nicht lang, bis die Prominenz aus dem Westen die Stadt für sich entdeckte. Nach und nach gingen die oft sehr renovierungsbedürftigen, geschichtsträchtigen Villen des Viertels „Berliner Vorstadt“ an Vermögende aus Medienwelt, Mäzenaten- und Unternehmertum. Auch das um 1920 herum eingemeindete Babelsberg, die Villenviertel um den Pfingstberg und die Wohngegenden im weiteren Umfeld von Sanssouci wandelten sich nach und nach in schick sanierte Straßen- und Grünzüge. Die meisten Wahlpotsdamer machen sich morgens auf den Weg nach Berlin, entsprechend voll sind Straßen und S-Bahnen zu den Stoßzeiten. „Abends sind sie dann froh, der Millionenstadt ein Stück weit zu entfliehen und es etwas beschaulicher zu haben“, sagt Brands.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 02, 2017 08:37 UTC