Noch vor dem Frühstück fünf Kilometer durch den Wald zu laufen, stellt für die meisten Menschen kein Problem dar. Die benötigte Energie, gewonnen aus den Mahlzeiten vorhergehender Tage, speichert der Körper als organische Stoffe wie Fett oder Zucker – und ruft sie in Sekunden wieder ab. Den sich mit jedem Schritt leerenden Akku füllt man dann am Frühstückstisch wieder auf. Mittlerweile setzt sich die Erkenntnis durch, dass für den Erfolg der Energiewende nicht die Erzeugung von Sonnen- und Windstrom, sondern dessen Speicherung und Transport die eigentliche Herausforderung darstellen. Beides hängt miteinander zusammen: Je mehr Strom nahe am Ort der Erzeugung gespeichert werden kann, desto weniger Leitungskapazität wird benötigt – oder desto seltener müssen Anlagen abgeregelt werden.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 21, 2019 08:20 UTC