Der Gegensatz ist in zwei normativen Aussagen formuliert: »Wer den Frieden will, der bereite den Frieden vor.« Oder: »Wer den Frieden will, der rüste für den Krieg«. So hat er im Vorfeld des Krieges in der Ukraine, Anfang Dezember 2021, gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern, ehemaligen Militärs und Diplomaten einen Aufruf zur diplomatischen Suche nach Frieden initiiert (»Raus aus der Eskalationsspirale«). Frieden gäbe es nur, wenn die folgenden Aufgaben verwirklicht werden: Sicherheitsgarantien für die Ukraine und für Russland; keine weitere Nato-Erweiterung; ernsthafte Gespräche über die Neuordnung der europäischen Sicherheitsarchitektur sowie Vereinbarung gegenseitiger Rüstungskontrollen in besonders sensiblen Bereichen. Seine letzte Forderung lautet: »Den politischen Diskurs über Krieg und Frieden versachlichen, Kontroversen zulassen und fördern sowie die Möglichkeiten der militärischen Elemente der Sicherheitspolitik nicht weiter … überbetonen.« Auch für eine Sicherheitspolitik von unten sind diese Punkte des Nachdenkens wert. Johannes Varwick: Stark für den Frieden.
Source: Neues Deutschland March 17, 2026 03:17 UTC