Trotz all der Technologie bleibt eine Sache klar: KI hat keine moralische Urteilskraft und kein echtes Verständnis für menschliche Nuancen. Die KI übernimmt mühsame Routinearbeit, während der Journalist Zeit für das Wesentliche gewinnt: investigative Recherche, kreatives Geschichtenerzählen und ethische Einordnung. Wie das Beispiel beim Spiegel zeigt, darf die Technik niemals die menschliche Kontrolle ersetzen. Denn am Ende bezahlen Leser für das Vertrauen in eine Marke und für die Sorgfalt der Journalisten, nicht für einen Algorithmus, der seine Wörter durch Wahrscheinlichkeiten berechnet. Der Journalismus muss lernen, die PS der KI zu nutzen, ohne dabei das Lenkrad aus der Hand zu geben.
Source: Handelsblatt March 23, 2026 11:01 UTC