Zwar gibt es schon seit der Entscheidung von Friedrich Merz, Wolfram Weimer zum Staatsminister für Kultur zu machen, viel Kritik an der Personalie. Auf Antrag der Linkspartei wurde über Weimers Entscheidung debattiert, drei Buchhandlungen mit dem Hinweis auf – nicht öffentlich gemachte – Erkenntnisse des Verfassungsschutzes zu linksextremistischen Umtrieben nicht mit einem Preis zu versehen, obwohl die Jury sie ausgesucht hatte. Ein anderer findet, das Bild passe zu Weimers geringem Rückhalt in der Fraktion. Aber ihre Einlassungen wirkten nicht so, als wolle sie Weimers Entscheidung verteidigen, Buchhandlungen wegen des etwas nebulösen Verdachts linksextremer Umtriebe von der Auszeichnung auszuschließen. Er bezweifelte rundheraus, dass die drei „beliebten“ Buchhandlungen „unbemerkt“ vom Publikum zu einer Gefahr für das Grundgesetz geworden seien.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung March 23, 2026 09:34 UTC