Kurz vor seinem Abflug nach Teheran gab Venezuelas Machthaber Nicolas Maduro seinem neuen Sprachrohr auf dem südamerikanischen Kontinent noch eine Idee mit auf den Weg: Argentiniens Präsident Alberto Fernandez könne ja „besser früher als später“ als deren Vorsitzender einen Gipfel der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) organisieren. Maduros Auftreten zeigt, dass das aktuelle globale Duell zwischen Demokratien und Autokratien einen überraschenden Sieger hervorgebracht hat: Venezuela. Die USA lockern die Sanktionen, Nachbar Kolumbien wird nach den Präsidentschaftswahlen die auf Eis gelegten diplomatischen Beziehungen wieder aufnehmen und beim Amerika-Gipfel ließ Maduro den argentinischen Präsidenten um Verständnis für sein Land werben. Diese Entwicklung ist auch für Russlands Machthaber Wladimir Putin interessant.
Source: Die Welt June 12, 2022 01:27 UTC