Klar wird aber auch, dass deutlich mehr anrüchiges Material gegen Katar als gegen Russland zusammengetragen wurde. In seiner Zusammenfassung kommt Garcia zu dem Schluss, dass vor allem FIFA-Wahlmänner sich nicht an die Regeln hielten. Allerdings wird notiert, dass er kurz vor der Stimmabgabe einem Bonus von 200 000 Dollar für alle - auch für zwei gesperrte Exko-Mitglieder - zustimmte. Ein Interessenkonflikt bestand im Zusammenhang mit seinem Berater und Freund Fedor Radmann und der australischen Kandidatur. Trotz der belastenden Indizien zu möglicher Einflussnahme der Kandidaten auf die Wahlmänner des damaligen FIFA-Ethikkomitees hatte die FIFA die WM-Gastgeber Russland und Katar nicht sanktioniert.
Source: Der Tagesspiegel June 27, 2017 15:28 UTC