Es folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die der Gewerkschaft ungesetzliche Tätigkeit, politische Aktivitäten und die Annahme von Geld aus dem Ausland vorgeworfen hatte. Der Erfolg bei Ford führte dazu, dass sich an anderen russischen Standorten der Fahrzeugindustrie betriebliche Initiativen der MPRA anschlossen. Die Zahlungen, die der MPRA jetzt angekreidet wurden, betrafen die Kosten für Schulungen in Arbeitsrecht und anderen gewerkschaftlichen Fragen. Die Tatsache der Überweisungen selbst wird von der MPRA nicht bestritten; über ihre Höhe gehen die Angaben auseinander. Während die MPRA von umgerechnet knapp 5.000 Euro in zwei Jahren spricht, nannte die Staatsanwaltschaft höhere Zahlen, die aber laut Gewerkschaft auf einer böswilligen Verwechslung beruhen.
Source: Junge Welt January 15, 2018 16:41 UTC