Wer arm ist, hat in Deutschland ein hohes Risiko, dauerhaft arm zu bleiben, zeigt eine Studie. Von Henrike Roßbach, BerlinWer arm ist, hat ein hohes Risiko, dauerhaft arm zu bleiben - und wer reich ist, bleibt es ebenfalls häufig. Als dauerhaft arm gelten dem Verteilungsbericht nach Haushalte, die fünf Jahre lang durchgehend ein verfügbares Einkommen - netto, inklusive aller Transferzahlungen - unterhalb der Armutsgrenze hatten. Die Reichtumsquote wiederum lag 1991 bei 5,6 Prozent, 2015 waren es knapp 7,5 Prozent. Das heißt: In einer Gesellschaft, in der ein Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär möglich ist, hat soziale Ungleichheit eine geringere Brisanz als in einer Gesellschaft mit verfestigten Strukturen von Arm und Reich.
Source: Suddeutsche Zeitung November 05, 2018 09:05 UTC