Unumstritten ist: Die knapp zweijährige Amtszeit von Donald Trump hat nicht nur Amerika verändert, sondern schon jetzt tiefe Spuren in der Weltwirtschaft hinterlassen. Verteidigen Trumps Republikaner ihre Mehrheiten im Repräsentantenhaus und Senat, wird sich der US-Präsident in seiner nationalistischen „America first“-Politik bestärkt fühlen und den Druck auf Europa und vor allem China erhöhen. Sicher ist: Die geteilte Macht im Kongress wird die Lage in den USA noch komplizierter machen – sei es in der Innen- oder Außenpolitik. Peking hat darauf mit Vergeltungsmaßnahmen geantwortet, sitzt aber vergleichsweise am kürzeren Hebel, da die USA mehr aus China importierten als umgekehrt. Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow verkündete nach dem Telefonat der beiden Präsidenten schon, Trump werde seine Agenda gegen China „aggressiv“ durchziehen.
Source: Handelsblatt November 04, 2018 17:20 UTC