Seit einem Dutzend Jahren führt Aleksandar Vučić die Geschicke Serbiens, zunächst als Premierminister, seit 2017 als Präsident. Tatsächlich dürfte sich das Wirtschaftswachstum in Serbien 2025 nach übereinstimmenden Schätzungen von Ökonomen halbiert haben, Auslandsinvestitionen sind eingebrochen, der Binnenkonsum schwächelt. NIS ist als größter Energiekonzern auf dem Westbalkan und Betreiber der einzigen Raffinerie Serbiens entscheidend für die Versorgung mit Ölprodukten. Das dürfte sich so bald kaum ändern, stuften die USA Serbien doch als Land mit schwerwiegenden Defiziten bei Demokratie, Wahlen und Rechtsstaatlichkeit ein. Die Beziehungen Serbiens zu Ungarn sind politisch und wirtschaftlich eng.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung January 03, 2026 20:16 UTC