Deshalb ein Vorschlag, der tatsächlichen Fortschritt verspricht: Wie wäre es, für die von Social-Media-Konzernen verschlungene Aufmerksamkeit Steuern zu verlangen? Hat doch selbst das Europäische Parlament vor wenigen Tagen festgestellt, dass die Plattform Tiktok des chinesischen Unternehmens Bytedance mit seinen Doom-Scrolling-Methoden – den Endlosvideoschleifen, dem hochpersonalisierten Algorithmus – ein Suchtmittel ist. Jetzt drohen Bytedance Strafzahlungen in Höhe von sechs Prozent seines EU-Jahresumsatzes. Vergleichbare Rügen für westliche Social-Media-Giganten wie Meta, Alphabet oder X stehen noch aus. Zugegeben, „Screentime-Steuer“ klingt erst mal wie eine Tabak- oder Alkoholsteuer, die letztlich nur höhere Kosten für Social-Media-Nutzer bedeuten würde.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 16, 2026 16:04 UTC