Theater: Das launische Glück - News Summed Up

Theater: Das launische Glück


Dazu laute Musik, Songs mit typisch österreichischer Popklangfarbe, oder nur akzentuiert, ein Tusch, synchron zur Bewegung mit Anmutung von Varieté und Zirkus. Dazu großformatige Texte, Sprechblasen, fliegende Unterhosen mit Herzchen­design oder barocke Einrichtungsopulenz für oben und riesige Ratten für unten. Immer an der Wand lang, heißt es für die Schauspieler: Unten sind es Türchen, durch die man hinaus-, oder sich zum Schlafen hineinklemmen kann, oben aufgesetzte Ornamente, an denen die Dienstboten zu manch groteskem Bild umherklettern. Die eingeschränkte Dreidimensionalität erinnert an alte Papptheater oder Bilderbücher mit Ausklappfigürchen, die grellen Farben wandeln es zur modernen Graphic Novel. Am Ende lässt das launische Glück die Rollen tauschen und Mutter Sepherl Schlucker tritt den Beweis an, dass Armut allein nicht den besseren Menschen ausmacht: »Teilen is’ leichter, solang ma nix hat.«


Source: Junge Welt March 09, 2026 18:31 UTC



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