Vier Tage hat sich Teheran Zeit gelassen, um eine Retourkutsche in Richtung Brüssel zu senden. Dort hatte EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas am Donnerstag nach Beratungen der EU-Außenminister verkündet, dass die Europäische Union die iranischen Revolutionsgarde auf eine Terrorliste gesetzt habe. Betroffen seien alle EU-Länder, die die Aufnahme der Revolutionsgarde in die Terrorliste befürwortet hätten, kündigte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf an. Die EU hatte die Revolutionsgarde – auch Pasdaran oder Revolutionswächter genannt – als Terrororganisation eingestuft, weil die Führung in Teheran Proteste in den vergangenen Wochen brutal niedergeschlagen hat. Dies markiert eine symbolische Wende in der Haltung der Europäer gegenüber Teheran.
Source: Suddeutsche Zeitung February 01, 2026 13:49 UTC