Die alternative Version leistet vor allem eins: Sie lenkt den Verdacht von den USA ab, die nach Recherchen des US-Journalisten Seymour Hersh die Tat begangen haben. Ein Staat als TäterEine in sich stimmige, auf mindestens eine Insiderquelle gestützte Erklärung des Anschlags auf die Nord Stream-Pipelines hatte kürzlich der investigative US-Journalist Seymour Hersh geliefert. US-Taucher hätten die Sprengsätze im Juni 2022 während eines Großmanövers in der Ostsee (BALTOPS 2022) an den Erdgasleitungen angebracht; die Zünder seien schließlich am 26. Die alternative Tatversion, erheblich weniger plausibel als diejenige von Hersh, erweist sich damit vor allem als Rettungsanker für die transatlantische Bündnispolitik. [4] Stefan Kornelius: Seymour Hersh.
Source: Der Tagesspiegel March 09, 2023 01:25 UTC