HEN-FOTO/imago Warnstreik von Kitabeschäftigten in Berlin (8.3.2023)Es kam wie erwartet: Bund, Kommunen und Gewerkschaften haben sich am späten Samstag abend nach mehrstündigen Verhandlungen in Potsdam auf einen Tarifvertrag für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst geeinigt. Verdi-Chef Frank Werneke zufolge handelt es sich um die »größte Tarifsteigerung in der Nachkriegsgeschichte im öffentlichen Dienst«. Ab März 2024 erhalten die Beschäftigten einen Sockelbetrag von monatlich 200 Euro brutto mehr sowie eine Erhöhung von 5,5 Prozent des so erreichten Betrages – mindestens aber 340 Euro brutto mehr. Verdi und Beamtenbund hatten ursprünglich 10,5 Prozent und mindestens 500 Euro mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert. Nach einer Inflationsrate von acht Prozent 2022, sechs Prozent 2023 und wohl rund drei Prozent 2024 »werden die Löhne im öffentlichen Dienst am Ende der Laufzeit zirka sechs Prozent weniger Kaufkraft haben«, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher der Augsburger Allgemeinen.
Source: Die Welt April 23, 2023 18:28 UTC