"Roxanne" (Regie: Fred Schepisi, 1987) mit Steve Martin als langnasigem Feuerwehrmann hat die Handlung auf heitere Weise in die Neuzeit übertragen. Mit "Das schönste Mädchen der Welt" ist Aron Lehmann jedoch eine völlig neue Variation gelungen. Die Seelenverwandtschaft der beiden steht außer Frage, zumal das Mädchen weiß, wie sich ein Dasein als Außenseiter anfühlt. Mit "Das schönste Mädchen der Welt" nimmt sich Lehmann nun eines völlig anderen Stoffs an, erzählt ihn aber mit der gleichen Leichtigkeit, die auch seine früheren Werke auszeichnen. Anders als die zwar lustige, aber auch pubertär alberne "Fack ju Göhte"-Trilogie ist "Das schönste Mädchen der Welt" eine Komödie, in der sich dank der guten Dialoge niemand unter seinem Niveau amüsieren muss, zumal interessante Schauplätze und originelle Drehbucheinfälle wie etwa eine witzig choreografierte Tanzeinlage im Museum für viel Abwechslung sorgen.
Source: Die Welt July 16, 2022 16:09 UTC