Die Vorwürfe, die der junge Mann mit langen Haaren nach seiner Freilassung erhebt, wiegen schwer: Man habe ihn mit zwölf weiteren Gefangenen stundenlang in einer Ein-Mann-Zelle stehen lassen, sie seien getreten und geschlagen worden, Polizisten hätten ihm mit Vergewaltigung gedroht, sagte Taylan Kulacoglu. Zwölf Tage verbrachte er in Polizeihaft in Ankara. Der Vorwurf gegen Kulacoglu und sechs weitere Personen: Sie sollen der linksradikalen Hackergruppe Redhack angehören, die sich Zugang zu den E-Mails des Energieministers Berat Albayrak verschafft hatte – des Schwiegersohns von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan.
Source: Die Welt October 07, 2016 16:30 UTC