Es betrifft Tausende von Sparern überall in Deutschland, und es geht in den meisten Fällen jeweils um mehrere tausend Euro: Die Verbraucherzentralen haben langfristige Sparverträge untersucht, überwiegend von Sparkassen. Und sie kommen zu dem Ergebnis, dass in vielen Fällen die Anpassung der Zinsen über die Jahre nicht rechtmäßig erfolgt sei. Mittlerweile aber gibt es eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH), der zumindest gewisse Mindestanforderungen an solche Zinsanpassungsklauseln formuliert hat. Die Verbraucherzentralen leiten daraus die Forderung nach Nachzahlungen der Geldinstitute für die betroffenen Bankkunden mit diesen Sparverträgen ab. „Im Durchschnitt bewegen sich die Differenzen so um die 2000 bis 3000 Euro“, sagt Andrea Heyer, Referatsleiterin Finanzen bei der Verbraucherzentrale Sachsen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung March 02, 2019 09:47 UTC