Im Bieterkampf um eine Beteiligung an der Norddeutschen Landesbank (NordLB) ist die Helaba aus Frankfurt eine Art Speerspitze des öffentlich-rechtlichen Finanzsektors. Neben fünf privaten Interessenten ist sie die einzige Landesbank, die ein unverbindliches Angebot vorgelegt hat und derzeit die Risiken in einem für den Verkaufsprozess eingerichteten Datenraum prüft. Darüber hinaus wird eine Großfusion der Sparkassen-Spitzeninstitute diskutiert, in der nach einem Zusammenschluss von Helaba und Nord LB weitere Institute wie Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Deka oder Berlin Hyp andocken könnten. In Niedersachsen hält man die ähnlich große Helaba für zu schwach, um allein die Schwierigkeiten der Nord LB zu lösen. Zumindest der erste Schritt – eine Minderheitsbeteiligung der Helaba mit Aussicht auf eine spätere Fusion – sollte jedoch gemacht werden, finden die Befürworter im Sparkassensektor.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 30, 2018 18:43 UTC