Und Vorhang auf für „Smolensk“ von Antoni Krauze, den ersten lupenreinen Propagandafilm des von der Partei PiS (Recht und Gerechtigkeit) dirigierten neurechten Polen. Abgesagt hatten sowohl das Delphi als auch das Cubix den Termin wegen „Sicherheitsbedenken“. Unlängst fuhr Przyłębski dem deutschen Verfassungsgerichtspräsidenten Andreas Voßkuhle in die Parade, der die europaweit kritisierte, weitgehende Entmachtung des polnischen Verfassungsgerichts durch die PiS-Regierung vergleichsweise diplomatisch als „Irrweg für Europa und damit auch für Polen“ bezeichnet hatte. Kulturpolitik "mit dem Kampfwagen"So ist das in den polnischen Medien höchst aufmerksam verfolgte Berliner „Smolensk“-Debakel zu einer veritablen Blamage für den polnischen Botschafter geworden – und angesichts des programmatisch propagandistischen Themas folglich auch für die derzeitigen polnischen Machthaber. „Jeder, der sich auf internationaler Ebene mit einem Kampfwagen bewegt, wird vor einer geschlossenen Tür stehen.“
Source: Der Tagesspiegel November 05, 2016 18:01 UTC