Shai Wosner im Konzerthaus: Seeleneinwärts - News Summed Up

Shai Wosner im Konzerthaus: Seeleneinwärts


Fast ein Déjà-vu: Mit rundlichem Gesicht, Lockenkopf und schmaler Brille ähnelt Shai Wosner verblüffend „Schubert am Klavier“, wie ihn Gustav Klimt 1899 malte. Zu den Werken des österreichischen Frühromantikers zeigt der aus Israel stammende Pianist eine Affinität, als seien sie ihm in Fleisch und Blut übergegangen. Vor allem die letzten sechs Klaviersonaten sind für ihn „dicke Romane“, die eine „epische Fülle an menschlicher Erfahrung“ ausbreiten. Glück und Leid, Heiterkeit und Tiefsinn enthält jede der Sonaten a-Moll, D-Dur und G-Dur aus den Jahren 1825-27, mit denen Wosner das Berliner Klavierfestival eröffnet. Wosner entfaltet Seelenlandschaften in poetischer Feinzeichnung, deren zarte Verästelungen von unbestechlicher Klarheit getragen sind.


Source: Der Tagesspiegel May 22, 2019 12:06 UTC



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