Menschen, die Christian Seifert schon etwas länger kennen, hatten Anlass zu staunen, als der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga seinen gewohnt präzisen Ausführungen eine ungewohnt emotionale Botschaft anfügte. "Und an das Land", sagte er, als ob ihm tatsächlich das Land zuhören würde: "Lasst uns da durchkommen." Christian Seifert ist jetzt, keine Übertreibung, der Mann, der den deutschen Fußball retten muss. Von früh bis spät redet Seifert mit der Politik, mit den Vereinen und mit den Spitzen jener Medien, die den Profifußball zu einem wesentlichen Teil finanzieren. Was für ein Fußball wird das sein, der dann in leeren Stadien aufgeführt wird?
Source: Suddeutsche Zeitung March 20, 2020 18:00 UTC