Söder betonte die Dringlichkeit einer gerechteren Neuordnung der Finanzbeziehungen, während Rhein und Hagel den Solidaranspruch hinterfragten und zu strukturellen Anreizen für Nehmerländer aufriefen. Norddeutsche Regierungschefs wie Daniel Günther (CDU) aus Schleswig-Holstein und Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) äußerten deutlich ihre Kritik. Günther warnte vor respektlosen Tonlagen in der bundesdeutschen Debatte und lobte stattdessen die Kraft des zusammenhaltenden Handelns im föderalen System. Seine Vorschläge zur Zusammenlegung von Bundesländern fanden zwar Unterstützung bei Rhein, doch Hagel dämpfte die Erwartungen mit einem Verweis auf verfassungsrechtliche Hürden. Nichtsdestotrotz schwebt den drei Unionspolitikern vor, die süddeutsche Kooperation zu stärken und den Bundesrat als Plattform für gemeinsame Anliegen zu nutzen.
Source: Suddeutsche Zeitung January 30, 2026 17:57 UTC